| Da die
Stadt Gifhorn der Ausrichter unseres Schützenfestes ist,
findet
das Königsschießen unter Aufsicht von zwei Ratsherren statt.
Jeder männliche Bürger ist berechtigt auf die Scheibe zu
schießen. Damit auch Bürger, die nicht Mitglied in einem der
beiden Korps sind den Marsch um die Königseiche mitmachen
können, gibt es das lege Rott, nichtuniformierte
Teilnehmer
marschieren danach am Ende der beiden Korps. Diese Möglichkeit
wurde
aber schon seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr in Anspruch genommen.
Für
die Königsscheibe hat jeder Schütze drei Schuss,
geschossen wird Kleinkaliber, stehend aufgelegt, 50 Meter-Distanz. Bis
heute erhalten hat sich der Brauch des Rübertrommelns,
wer einen
guten Schuss abgibt, wird vom Trommler der Waterloo-Kapelle in den
Bürgerschützensaal getrommelt, wo er eine Runde spendieren
"darf".
Jede
zehn
kommt in eine verschlossene Urne. Geschossen werden darf
bis 20.00 Uhr, dann wird die Urne in einer nicht öffentlichen
Ratssitzung eröffnet und die Scheiben werden mittels
elektrischer
Teilermaschine (auf Hunderstelmillimeter genau) ausgeteilert.
Ist die
beste zehn ermittelt, wird überprüft ob der Schütze die Bedingungen
erfüllt. Erst dann steht
endgütig fest, wer den ersten Platz erreicht hat und König
der
Stadt
Gifhorn wird. Der Glückliche wird in die Ratssitzung
gerufen, bekommt dort vom Bürgermeister die Königskette
umgelegt und den Königsorden angeheftet, den einzigen Orden,
der
in Gifhorn auf der rechten Seite der Uniform
getragen werden
darf. Anschließend erfolgt die Proklamation der neuen
Majestät und seiner Andermänner auf dem Podest unter
den Eichen (vor den
Schützensälen).

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