Als
Ostern 1851 die zweite Kompanie
gegründet wurde,

blieb sie zunächst ohne eigene Fahne. Die
weiße
Fahne der
ersten Kompanie von
1824 galt fortan
als Korpsfahne und wehte beiden Kompanien voran.
Im Jahre 1861 bekam die zweite
Kompanie ihre eigene Fahne. Die neue
Fahne der zweiten Kompanie hat ein blaues Fahnentuch. Sie trägt
auf der
einen Seite die in einem Halbkreis gesetzte Bezeichnung "Gifhorner
Bürger-Schützenverein". Darunter ist als Widmung angegeben
"Als Zeichen der Anhänglichkeit ward diese Fahne uns geweiht"
mit dem Zusatz der Jahreszahl 1861. Die andere Seite trägt die in
einen
Lobeerkranz gesetzten Worte "Einigkeit macht stark". Gleich im
Stiftungsjahr der neuen Fahne wurde sie für ein paar
Tage
"zweckentfremdet" und an den neu gegründeten
Männer-Turnverein Gifhorn für die Teilnahme an dem ersten
Stiftungsfest
des
Celler Turnvereins ausgeliehen.
Die blaue Fahne der zweiten Kompanie
wurde bis zum Jahre

1939 getragen. Als
nach dem zweiten Weltkrieg das Schützenfest 1950 wieder gefeiert
wurde,
war sie verschwunden, so dass die Schützen der zweiten
Kompanie
ohne Fahne marschieren mussten. Im Jahre 1953 wurde die
verschollene
Fahne in der Gifhorner Konservenfabrik wiedergefunden und nach
gründlicher Restaurierung beim
Schützenfest des
gleichen Jahres
wieder zum Ausmarsch mitgeführt.
Im Jahre 1974 musste die blaue
Fahne der zweiten Kompanie ausgemustert
werden, da sie zerschlissen war. Beim
Pfingstausmarsch des
gleichen Jahres
erhielt die zweite Kompanie

eine neue Fahne, ebenfalls in blauer Farbe.
Da
auch für die dritte Kompanie ein Fahnenwechsel
anstand, erfolgte die gemeinsame Fahnenweihe am Pfingstsonntag 1974.
Die zweite blaue Fahne der zweiten Kompanie trägt auf der ersten
Seite
die Inschrift "Einigkeit macht stark" und auf der zweiten Seite
"Gifhorner Bürger- Schützenkorps" und "Als Zeichen
der Anhänglichkeit ward diese Fahne uns geweiht" mit der
Jahreszahl 1861. Am ersten Pfingstag des Jahres 1976
wurde die ausgemusterte erste blaue
Fahne von 1861 dem Kreisheimatmuseum (heute Historisches Museum
Schloss
Gifhorn) übergeben.