Bei den
Umzügen, bei denen jetzt auch die Frauen marschierten, war
natürlich auch der Marsch um die
Königseiche
eingeschlossen und da
schießen darf, wer diesen Marsch mitgemacht hat, schossen auch
Frauen
auf die Königsscheibe.
1974 geschah das Unausweichliche: Eine Frau,
Rita Pohl gab
den
zweitbesten Schuss ab und meldete so Anspruch auf die Würde
des
ersten
Andermann
an. Guter
Rat
war teuer, denn eigentlich war das

Königsschießen den Männern vorbehalten. Da sie aber
zugelassen worden war, konnte man ihren guten Schuss nicht einfach
ignorieren. Nach langen Debatten proklamierte Bügermeister
Trautmann um
22.50 Uhr (also viel später als sonst üblich) Rita Pohl als
ersten
Andermann.
Das Ergebnis dieser Besonderheit war eine Besprechung beider
Schützenkorps mit dem Rat der Stadt Gifhorn. Dabei beschloss
man,
dass dies eine Ausnahme bleiben sollte, aber zum Ausgleich sollte ab
1975
auch die stadtbeste
Schützin ermittelt werden.
Und so gibt es seit dieser Zeit das Königinnenschießen,
durchgeführt jeweils im Rahmen des
Lustigen
Sonntag.