Frauen im USK Gifhorn Miniwappen
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Historie
Früher gab es in den Vereinen keine Frauen. Das hat keine frauenfeindlichen Gründe, vielmehr historische. Der Ursprung des Schützenwesens liegt in der Verteidigung der Städte durch Bürgerwehren und Frauen zogen nicht in den Krieg, also waren sie auch kein Mitglied dieser Bürgerwehren. Erst über Jahre gelang es den Frauen Einlass in die historische Männerdomäne zu finden. Und schließlich war es das Bürgerschützenkorps (BSK), dass es den Frauen erlaubte in den Reihen zu marschieren.
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Die Anderfrau
Bei den Umzügen, bei denen jetzt auch die Frauen marschierten, war natürlich auch der Marsch um die Königseiche eingeschlossen und da schießen darf, wer diesen Marsch mitgemacht hat, schossen auch Frauen auf die Königsscheibe.

1974 geschah das Unausweichliche: Eine Frau, Rita Pohl gab den zweitbesten Schuss ab und meldete so Anspruch auf die Würde des ersten Andermann an. Guter Rat war teuer, denn eigentlich war dasRita Pohl Königsschießen den Männern vorbehalten. Da sie aber zugelassen worden war, konnte man ihren guten Schuss nicht einfach ignorieren. Nach langen Debatten proklamierte Bügermeister Trautmann um 22.50 Uhr (also viel später als sonst üblich) Rita Pohl als ersten Andermann.

Das Ergebnis dieser Besonderheit war eine Besprechung beider Schützenkorps mit dem Rat der Stadt Gifhorn. Dabei beschloss man, dass dies eine Ausnahme bleiben sollte, aber zum Ausgleich sollte ab 1975 auch die stadtbeste Schützin ermittelt werden.

Und so gibt es seit dieser Zeit das Königinnenschießen, durchgeführt jeweils im Rahmen des Lustigen Sonntag.
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Neuzeit
Ein Jahr später, 1976, wurde auch im USK eine Damenschießgruppe gegründet, die aber nicht marschierte. Erstmals 1993 trat eine Formation der Damen bei den Umzügen auf. 

Im Jahre 1997 kam eine weitere Neuerung hinzu, alsErika Janas-Dralle erster Damenkönigin wurde Erika Janas-Dralle am Ende ihrer Amtszeit eine Königsscheibe überreicht.

Im gleichen Jahr kamen die Frauen auf die zwar "abgekupferte", aber ebenso gute Idee, ebenfalls ihre Königin der Königinnen zu bestimmen. So findet seit dieser Zeit ein Treffen aller ehemaligen Königinnen statt, die unter sich ihre Majestät ausschießen. Wie auch bei den Männern ist diese Veranstaltung nicht öffentlich, sondern bleibt den Majestäten und den Zugführern der Damenzüge vorbeihalten.

Inzwischen sind die Frauen aus den Vereinen nicht mehrMonika Frei-Reitmeyer wegzudenken. Sie nehmen rege am Vereinsleben teil, machen durch gute Leistungen auf sich aufmerksam, schießen im Sportbereich gar auf Bundesebene, so gewann Monika Reitmeyer 1997 die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Luftpistole.

Aber die Frauen sind nicht nur im Schießen aktiv, auch das Marschieren ist ihnen im USK seit einigen Jahren Brigitte Langeerlaubt. Die ehemalige Damengruppe hat als Damenzug inzwischen in der 2. Kompanie ihre Heimat gefunden. 

1998 schließlich kam der bisherige Höhepunkt der "Frauengeschichte im USK". Die noch amtierende Leiterin des Damenzuges Brigitte Lange wurde in den Stand des Leutnants erhoben. Damit ist sie ihren männlichen Zugführerkollegen gleichgestellt.

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KSV Gifhorn Miniwappen
Kreisdamenleiterin
Heike Denzer, SV Müdel-Dieckhorst

Stellvertreter
Iris Janz, SC Kästorf
Birgit Vetter, SG Vordorf

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