Die Ente wird 50Es war auf den Tag genau am 8. Oktober 1948, als in Frankreich der "Deux chevaux" das Licht der Auto-Welt erblickte. Von Spöttern abfällig als "fahrbare Konservendose" bezeichnet, hatte der Urahn des später so erfolgreichen 2CV aus dem Hause Citroën - im Volksmund liebevoll nur "Ente" genannt - bestenfalls Platz für zwei Personen und einen Sack Kartoffeln. Zwar bot die Ur-Ente außer einem 9-PS-Motor und jeder Menge Wellblech so gut wie keinen Luxus oder gar eine Sicherheitsausstattung. Selbst der Scheibenwischer mußte bei den ersten Modellen noch per Hand bedient werden. Doch dafür war die Ente billig und verbrauchte nur drei Liter Sprit auf 100 Kilometern. Kein Mensch hat damals dem Vehikel eine reelle Chance eingeräumt - einzige Ausnahme: der damalige Citroën-Chef Jean-Jules Boulanger. Er war davon überzeugt, daß ein spartanisch ausgestattetes Fahrzeug, welches sich jeder durchschnittliche französische Bauer leisten konnte, auch das Zeug dazu haben müßte, sich weltweit zu verkaufen. Und so veranlaßte Monsieur Boulanger im Jahre 1949 die Serienproduktion der Ente, und er behielt Recht. Im Laufe der Jahre verkaufte sich der 2CV weltweit über fünf Millionen Mal, bis schließlich die Produktion im Jahre 1990 endgültig eingestellt wurde. Jean-Paul Belmondo besaß eine Ente, Brigitte Bardot auch und außer ihnen Millionen namenloser Studenten, die sich in den siebziger und achtziger Jahren kaum einen anderen fahrbaren Untersatz leisten konnten. Nun ist also das Kultobjekt 50 geworden, und es wird gebührend gefeiert - auch im Internet. So beispielsweise auf der Web-Site des Südwest-Funks (Anm.: Die Adresse existiert nicht mehr!) oder bei GENERATION 2CV. Weitere interessante Enten-Links gibt es auf der 2CV-Hotlist-Site. |
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