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Wie wird man Extremsportler...?
Nachdem Ole als Fünfjähriger in die Fußstapfen seines 3.5 Jahre älteren Bruders Kai treten und bereits früh schwimmen lernen sollte, meldeten seine Eltern Ihn in der Schwimmabteilung der TSG Steglitz an. Hier erlernte er rasch das Schwimmen, machte die üblichen Schwimmabzeichen, konnte sich aber nie ähnlich wie der im Schülerbereich recht erfolgreiche große Bruder für das Wettkampfschwimmen begeistern, zumal sein Startsprung grauenhaft war... Mit den Einstieg in das Steglitzer Herrmann-Ehlers Gymnasium fand er aus eigenen Antrieb zum Rudersport und kehrte dem ungeliebten Schwimmverein den Rücken. Durch den Weg zum Rudern fand Ole zum Radfahren, baute sich mit 15 seine erste Rennmaschine aus Schrotteilen zusammen. Animiert durch den Film "Rocky" mit Sylvester Stallone und den darin so super in Szene gesetzten Trainingssequenzen fing Ole etwa zur selben Zeit an zu Laufen. Schon früher lagen ihn die längeren Laufdistanzen im Schülerbereich mehr als die Sprints. So rannte er morgens, erst mit Walkman und Seitenstechen, später ohne Walkman und ohne Seitenstechen, immer öfters fleissig entlang des Teltowkanals. Es war dann ein Schulkamerad, der bereits Marathon lief, der Ole mit 16 zu seinem ersten 10 km Lauf überredete (44 min) und später zum ersten 25 km Lauf (2:03 h). Im Jahr darauf präsentierte der gleiche Freund die Ausschreibung zum ersten Spandau Triathlon in (bei) Berlin im August ´86. Mit zarten 17 quälte Ole sich über 1 km Schwimmen, 35 km Radfahren und 8 km Laufen. Der Schmerz war groß, der Stolz und die Freude größer. Schon wenige Wochen später folgte die nächste Teilnahme an einem Volkstriathlon in Wilmersdorf. Ole Bujk war vom Triathlonvirus infiziert... 1988 trat Ole dem Triathlon Team Berlin des Radsport Club Charlottenburg bei. Das Training wurde seriöser und 1989 folgte die erste Teilnahme an einem Mitteltriathlon (2 km Schwimmen/90 km Radfahren/21 km Laufen). Gleich im Jahr darauf die nächste Steigerung: Mit gerade erst 21 Jahren nahm Ole am IRONMAN Europe in Roth teil und qualifizierte sich beim ersten Start sogleich für den legendären IRONMAN auf Hawaii. Der Virus war nun nicht mehr zu stoppen... In seinem Verein wurde ein großzügig unterstützter Leistungskader geschaffen, es folgte einige Topresultate auf kürzeren Strecken und das erneute Erreichen des Qualilimits für Hawaii. Der nächste Meilenstein war aber 1994 der Sprung auf die Double-IRONMAN Strecke (7,6 km Schwimmen / 360 km Radfahren / 84 km Laufen). In Huntsville (Alabama/USA) schaffte Ole in 24:06 h als jüngster Teilnehmer (25) einen hervorragenden 7. Platz als bester Deutscher. Eigentlich wollte er danach kürzer treten, aber ein persönlicher Schicksalsschlag im direkten Anschluß an das Race ließen Ole nach einer abermaligen Teilnahme an einem Ultra lechzen. So folgte 1995 ein unglaublicher 4. Platz beim Double in Panevezys (Litauen) in 23:44 h, wieder als bester Deutscher, knapp am Deutschen Rekord vorbei. Lohn dafür war die Bekanntschaft mit einem bezaubernden Mädel, da s ihm die Organisation zur Betreuung an die Seite gestellt hatten. Ein Jahr später heiratete Ole dann Egle aus Litauen... Im Jahr darauf folgte bei der 1. WM im Double-Ironman abermals in Panevezys ein toller 6. Platz als abermals bester Deutscher. 1997 legte Ole Bujk ein Pausenjahr ein und startete "nur" bei 2 kurzen Triathlons. 1998 erklomm er dann die nächste Klippe. Bei der 1. WM im Triple-IRONMAN (11,4 km Schwimmen / 540 km Radfahren / 126,6 km Laufen) im Ostholsteinischen Lensahn finisht ein mental nach zwei verkorksten Examen nicht voll auf der Höhe befindliche Ole als 11. in etwa 52 Stunden. 1999 war dann Oles erfolgreichstes Jahr. Inmitten des Studiumabschlusses schafft er in Lensahn beim "Dreifachen" eine Verbesserung um fast 8 Stunden auf Platz 2 der Männerwertung als bester Deutscher! Nur 4 Wochen später springt dann in Litauen abermals ein 6. WM-Platz beim Double heraus... In der Jahreswertung (Weltcup) des Ultratriathlonverbandes IUTA belegt Ole Bujk am Jahresende einen 9. Platz in der Männerwertung und erhält das Prädikat "High Level Athlete Of Ultratriathlon". |