Erinnerungen an eine Wanderfahrt auf der Rhone von Sven Herzfeld

Aus einer email von Sven Herzfeld:
"Vor Lyon ist die Rhone zwar kanalisiert, aber ohne Schleuse. Da muß man die Boote umtragen, teilweise ist das ein halber Kilometer. In Lyon soll es einen Ruderverein geben, haben wir aber seinerzeit nicht gefunden und somit auf der Halbinsel gepennt, nicht weit von den Pennern.
Einen Ruderverein hatten wir, zweimal Campingplatz, sonst Botanik ...mag aber auch an unserer Vorbereitung gelegen haben, man war halt noch jung.
Ab Lyon gibt es dann Schiffverkehr, aber erträglich. Wir wurden immer geschleust, teilweise auch allein. Allerdings warf man uns an der ersten Schleuse ein doppelt daumendickes Seil zu, daß Paddelhaken reichen würden (oder Liegen in der Mitte), konnten sie sich nicht vorstellen. Am Schluß sind wir dann über die Petit Rhone gefahren.Ah, in Avignon gibt es direkt an der berühmten Brücke einen Campingplatz, ist aber nicht am Hauptarm, soweit ich mich entsinne.
Arles soll einen Campingplatz haben, aber mehr oder weniger genau am anderen Ende der Stadt.
Überhaupt ist der Hauptarm anzuraten, auch wenn man teilweise das Altwasser befahren kann (z. B. zur Mündung der Ardeche sehr empfehlenswert, Pont-St.-Esprit liegt mit einer hohen Mauer sehrschön über dem Wasser). Da besteht aber Gefahr, auf irgendwelche Felsen aufzulaufen. Wir hatten dicke Plastikkähne, die schon so weich waren, daß sie es überlebten.
An der Mündung ist die Welt wieder in Ordnung, zumindest wenn manin St.-Maries-de-la-Mer noch Platz auf dem Campingplatz findet. Unbedingt zumindest mal kurz in die Carmargue wandern!
Details habe ich sonst nicht mehr im Kopf, das ist immerhin 1990 gewesen, ich gehörte nicht zur Planungsgruppe, und der Bericht ist
selbst für Insider teilweise unverständlich ausgefallen.
Trotzdem gute Fahrt,
Sven"

Hans-Hermann