Bootmanager Inhaltsverzeichnis
Die Installation mehrerer Betriebsysteme auf eine Festplatte oder auf
einem Laufwerk, ist nicht immer Problemlos möglich. Um Versuche in
dieser Richtung etwas zu vereinfachen, hier ein paar Beispiele und
Tips. Ich habe bisher nicht alle Aufgeführten Möglichkeiten auch
getestet.
Beispiel 1:
Zuerst MS-DOS auf Laufwerk C:, danach Win95 (nicht die B-Version)
auf ein beliebiges Laufwerk, aber mit der gleichen Bootpartition wie
MS-DOS, zuletzt Windows NT. WFW kann auch unter dem DOS von Win95
benutzt werden, für Win 3.1 habe ich einmal einen Patch auf dem
Microsoft-Web-Server gefunden, aber noch nicht ausprobiert.
Beispiel 2:
Zuerst Win95B auf einer FAT32-Partition (WICHTIG FAT32 nicht FAT16),
danach MS-DOS auf einer FAT16-Partition und zuletzt Windows NT auf
einer weiteren eigenen Partition oder mit der MS-DOS-Partition als
Bootpartition. Eine Umschaltung zwischen den Betriebssystemen kann
mit Fdisk erfolgen. Von Win95 und WinNT sollte die MS-DOS-Partition
eigentlich immer lesbar sein.
Wenn der Bootsector der beiden anderen Bootpartition in eine Datei
auf der NT-Partition kopiert wird und dieser in das File BOOT.INI
richtig eingetragen wird, sollte der Bootmanager von NT eigenlich
in der Lage sein, alle 3 Betriebssysteme zu Verwalten.
Hier kann auch noch, wie im ersten Beispiel eine extended Partition
für weitere Laufwerke angelegt werden.
Beispiel 3:
Für die Aufteilung nach Beispiel 2 bietet sich auch der Bootmanager
von OS/2 an. Wenn also eine OS/2-Version (auch Demo) vorhanden ist,
kann dieser Installiert und zur Betriebsystem-Umschaltung benutzt
werden.
Beispiel 4:
Zuerst Win95, dann Linux mit Lilo im Bootsector der Rootpartition
und Linux und Win95 eintragen.
Ob das ganze noch Funktioniert, wenn WinNT anstatt auf einer primären
Partition in eine extended Partition installiert wird, weiß ich nicht,
aber es sollte funktionieren.
Wer zusätzlich noch Linux installieren will, benötigt keine weitere
primäre Partion oder Boot-Partition. Das System kann auf eine extended
Partition installiert werden und dann von DOS aus
z.B.: mit loadlin bootimage geladen werden.
DOS Inhaltsverzeichnis
Zu der Installation von DOS selbst, habe ich hier nicht viel zu sagen,
aber als Beispiel für die Speicheraufteilung kann hier mein CONFIG.SYS
abgerufen werden.
Für diejenigen, die sich auch noch für meinen Autoexec interessieren,
hier die zwei Teile davon: AUTOEXEC.BAT und AUTOEXE.BAT
Ich empfehle immer Partitionen von maximal 250 MB anzulegen, es sei
denn, man benötigt größere oder die Plattenkapazität ist zu groß
um nur Partitionen dieser Größe anzulegen. Der Platzverlust durch zu
große Cluster schwankt je nach Laufwerksgröße und Dateigröße zwischen
5% und 95% im aller ungünstigsten Fall. Durchschnittlich liegt der
Wert aber bei ca. 30%-50% für eine 2 GB Partition.
Qemm 386 Inhaltsverzeichnis
Mit Qemm 386 kann man ein Maximum an freien Hauptspeicher erhalten.
Obwohl kaum jemand mehr unter DOS arbeitet, sondern alle unter Windows
oder anderen Betriebssystemen, wo dieser Speicherbereich keine so große
Rolle mehr spielt, gibt es immer noch Anwendungen, die an dieser Stelle
freien Speicher benötigen. Dazu gehören bevorzugt Spiele und leider auch
einige Windows-Anwendungen, wenn diese unter Windows 3.1, WFW 3.11 oder
Windows 95 laufen.
Die Optimierung des freien Speichers kann man zwar mit geeigneten
Utilies wie MEMMAKER oder OPTIMIZE von QEMM durchführen, jedoch waren
die Ergebnisse dieser Programme für mich immer sehr unbefriedigend.
Bei QEMM gibt es die Möglichkeit, die Speicheroptimierung zu einem
großen Teil automatisch und dynamisch durchführen zu lassen. Dazu muß
von jedem Programm bestimmt werden, was an Speicher benötigt wird und
die Programme mit dem größten Speicherbedarf, soweit als möglich, als
erstes geladen werden.
Optimal ist es, diese Informationen in einem File zu sammeln, da so
der Programmaufruf zum Hochladen der Treiber vereinfacht wird. Als
Beispiel kann mein LOADHI.RF benutzt werden. Bei LOADHI wird dann als
Parameter nur noch /RF:C:\QEMM\LOADHI.RF angegeben. Mit /GS:file kann
die benötigte Speichergröße festgestellt und in eine Datei geschrieben
werden. Diese Datei kann aber nicht direkt bei /RF angeben werden,
sondern muß zuerst bearbeitet werden.
Auch mit EMM386 ist eine Speicheroptimierung möglich, aber nur statisch
und mit entsprechendem Arbeitsaufwand.
Linux Inhaltsverzeichnis
Ich habe bei mir Suse Linux 4.4.1 installiert und einige Updates
eingespielt. Die Grundinstallation ist recht einfach und kann in
der Regel von DOS aus direkt von der CD erfolgen. Die Konfiguration
der Systemdienste und Programme ist allerdings zum Teil nur mit
Kenntnissen über die Arbeitsweise der Programme möglich. Ich selbst
habe zum Teil recht lange nach den nötigen Informationen gesucht
und lege deshalb hier ein paar Beispiele und Tips ab.
Als erstes empfiehlt es sich, nach der Installation der Kernel-
Quellcodes den Kernel mit den benötigten Optionen neu zu Compilen.
Wer dies nicht macht und mit einem Standart-Kernel arbeitet, muß
auf einige Funktionen verzichten und zum Teil erheblich lange
Bootzeiten in kauf nehmen.
Bei der Konfiguration von XWindows hatte ich Probleme beim einstellen
der Farbauflösung, weil der Konfigurations-Programm eine wichtige Zeile
in der Screen-Section nicht eingefügt hat. Deshalb hier eine Beispiel-
konfiguration für eine ATI Mach 64 mit HiColor: XF86Config.
Hier fehlte folgende Zeile: DefaultColorDepth 16
Für die Konfiguration des Netzwerkteile und des Internetzugangs
habe ich eigene Seiten angelegt. Dort sollten alle wichtigen
Informationen zu finden sein.
Windows 95 Inhaltsverzeichnis
Für die Installation von Win95 sind bei der Partitionierung die gleichen
Regeln einzuhalten, wie bei DOS. Wenn man im Besitz der B-Version ist,
die FAT32 unterstützt, kann man die Platte auch mit nur einer Partition
einrichten. Allerdings kann dan KEIN anderes Betriebssystem mehr darauf
zugreifen.
Aber auch bei dieser Version empfehle ich wenigstens drei logische
Laufwerke: 1. Betriebssystem, 2. Daten, 3. Temp.
Auf diese Weise hat man eine Trennung der Daten und der Backup
vereinfacht sich, da man seine Datenfiles nicht auf einer großen
Platte zusammensuchen muß. Wenn keine eigenen Laufwerke dazu
eingerichtet werden, sollte man wenigstens alles, was zusammengehört
in ein entsprechendes Unterverzeichnis ablegen.
Ein Backup von Windows 95 kann mit dem Befehl XCOPY in einer DOS-Box
von Win95 auf einem anderen Laufwerk erstellt werden. Dazu müssen
folgende Parameter angegeben werden: /s /e /k /h /c. Hier werden ALLE
Files, außer dem SWAPFILE kopiert. Diese Kopie kann dann auch auf
CD gebrannt werden. Auf keinen Fall versuchen, direkt das Windows-
verzeichnis auf CD zu brennen, das klappt nicht und es fehlen wichtige
Dateien.
Zur wiederherstellung sind allerdings zwei Arbeitsgänge nötig. Zuerst
muß unter DOS alles zurückkopiert werden. Leider ist XCOPY hier nicht
zu gebrauchen, da versteckte Dateien nicht kopiert werden. Es muß
also ein anderes Programm benutzt werden. Danach wird der Rechner mit
Windows neu gebootet und mit XCOPY (wie oben) nocheinmal alles zurück-
kopiert. Danach ist das System wieder komplett hergestellt.
Auf keinen Fall sollte versucht werden, Win95B und ein anderes
DOS-System zusammen auf ein Bootlaufwerk zu installieren.
Windows NT Inhaltsverzeichnis
Windows 3.1 Inhaltsverzeichnis
Windows für Workgroups 3.11 Inhaltsverzeichnis