Das sind die Lieder, die die Welt nicht braucht!

Unnütze Worte in überflüssigen englischsprachigen Songtexten, die wir nie wieder hören wollen (so unnütz, daß Platten mit solchen Texten nicht einmal Textbeilagen benötigen - genaugenommen brauchte es nicht einmal die Platten mit solchen Lyrics):

Window (sitting at, oder looking through/outside)
Wenn man Songtexten Glauben schenken darf, dann stehen im Herbst unzählige Liedpoeten in ihrem Zimmer, drücken sich die Nase an der Scheibe platt und schwelgen mit jedem Blättchen, das vom Baum in den Rinnstein fällt, in ihrem Seelenschmerz. Macht dem endlich ein Ende und hängt Euch auf oder stürzt Euch endlich aus eurem verblödeten Kippfenster!
Staring (at)
Normales Gucken scheint verdammt selten, dabei schlafen den Kerlen live fast immer die Augen ein. Kauft Euch ‘ne Brille oder Kontaktlinsen, ihr Maulwürfe!
Baby (Babe)
Wie „Lalala“, nur für Frauen, die den Typen in 99% der Fälle weggelaufen sind. Wen wundert’s, daß solche Typen verlassen werden, wenn ihnen für eine Klasse-Frau nur „Be-be“ einfällt. Dabei sind die Spacken doch nur sauer, daß die Frau mit dem Abhauen schneller war als sie mit dem Sockenwechsel.
Head oder brain (immer „hurting“, immer in Verbindung mit Phantomschmerzen)
Schluckt ‘n Aspirin, aber nervt nicht mit Eurer blöden Migräne, Ihr Jammerlappen. Und wenn ihr es nicht vertragen könnt, dann schluckt nicht so viele merkwürdige Sachen, davon kriegt man dann nämlich Aua im Kopf, auch wenn sonst nichts drin ist! I was sitting at my window ...
Morning (always mies drauf)
Ok, das Musikerleben ist hart, es geht bis tief in die Nacht, aber muß man deswegen automatisch ein Morgenmuffel sein? Wenn Ihr schlechte Laune habt, der Schädel brummt und Euch die Augenlieder bis in die Kniekehlen hängen, nehmt ein Alka Selzer, trinkt Euren Kaffee und haltet die Fresse, bis die Turmuhr zwölf schlägt!
Heart (siehe „brain“)
Wenn’s ganz doll weh tut, geht zum Arzt und jodelt dem was von Herzschmerzen vor, der verschreibt Euch dann was. Vom Rumheulen alleine wird’s auch nicht besser!
Raining (meistens von drinnen aus gesehen, siehe „window“)
In Songtexten hat man immer nur eine 50/50-Chance für Wetter, entweder regnet es oder es scheint pentrant die Sonne. Misch- oder wechselhaftes Wetter gibt’s nie, Schnee nur ganz selten. Ja Himmelherrschaftszeiten, wo leben die Musiker eigentlich, entweder im Regenwald oder voll in der Wüste.
Sunshine (siehe „raining“)
Vorwiegender Zustand in Kalifornien, die 365 Sonnentage im Jahr haben müssen. Besonders dufte, wenn’s draußen stürmt und schneit!
Cops (Flics, Bullen, ACAB, ... )
Ganz ganz ehrlich, ich glaube, wir wissen langsam alle Bescheid!
„I“ (Me, myself and I)
Stücke über ganz persönliche Probleme sind schon nett, aber manche Dinge sind so persönlich, daß sie wirklich keine Sau nachvollziehen kann. Abzüglich der Kleidungsproblematiken, die nur anders verpackt werden, bleiben 20% relevante Probleme, bei denen dem Texter aber auch wieder keiner helfen kann. Da gibt's Leute mit dufte bequemen Sofas, wo man sich dufte aussprechen kann. Für die anderen 80% gibt es Selbsthilfegruppen, die Altkleidersammlung und jede Menge großer Kaufhäuser.
Surfin’ 
Wenn jeder ein Surfbrett hätte, der davon singt, dann wäre auf den Wellen der Meere längst kein Platz mehr. Superschlimm aber erst dann, wenn die Band aus Castrop Rauxel oder Herne kommt, weil da gibt's nur Wellen, wenn  ein Schiff auf dem Kanal umkippt!
Drivin’ (auch cruisin', siehe „surfin’)
Weil jeder, der davon singt, auch ein Auto hat, ist es so voll auf den Straßen. Spaß macht das Ganze trotzdem nicht, vor allem nicht in einem 14 Kilometer langen Stau.
Drinking (in 99% der Fälle „Beer“)
Tut’s einfach und hängt nicht jedes Männlichkeitsritual an die große Glocke! Bedarf oft auch nicht der Erwähnung, vor allem, wenn der Mikrofonhalter ein Prachtbiergeschwür vor sich her schiebt!
Drinking, not (in 100% der Fälle „Alcohol“)
Einfach putzig, wenn Minderjährige sich in die Erwachsenenwelt einmischen. Hol’ Dir ‘ne Milch, setz’ Dich da hin und wenn’s um Sex geht, dann spiel’ ruhig mit Dir selber, aber propagier es nicht als die einzig mögliche Form des Gechlechtsverkehrs. Faiererweise sollte man alle Bands mit diesen Texten dazu verpflichten, midestens ein Stück über schwere Pubertätsakne oder spärlcihen Schamhaarbewuchs im Repertoire zu führen, nur so zum Ausgleich!

Für die meisten Sachen gilt: Tut’s einfach, aber erzählt’s nicht jeden Abend neu!
Wenn Ihr nichts wirklich Wichtiges zu sagen habt, dann macht einfach instrumentale Musik und haltet die Klappe! Wie James Last, der war nur halb so schlimm, weil er die Klappe gehalten hat!
khs
 

 
 
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