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Schwachsinnshighlight der letzten Werbemonate war der unsägliche
Eduscho-Spot (oder war’s Tschibo? - Egal, ist ja inzwischen ohnehin dasselbe)
mit den tollen „Outdoor-Jacken“ und dem restlichen „Outdoorgeraffel“. Nicht,
daß es nicht gut klingen würde, „Outdoor“ und „Indoor“, aber
wo trägt man eine Jacke sonst, außer draußen? Wer auf
so einen Quatsch kommt, der verbindet mit Sicherheit auch in Zukunft nicht
näher erklärungsbedürftige Worte mit modischen Verbalaccessoires.
Ich freue mich schon auf die ersten Indoorhausschuhe, Drink-Coffeecups,
Bysleep-Kondome und Bypass-Umgehungsstraßen.
Uh, oh ... fast vergessen, den unsäglichsten aller jemals im Fernsehen
gezeigten Werbespots, denn der erste Preis für Konzeptionslosigkeit
mit viel Geld und einem abgeschlossenen Studium als „Artdesigner“, geht
eindeutig an das Volkswagenwerk, das mit einem fast fünfminütigen
Spot vermitteln wollte, wie toll innovativ die Leute sind, die einen VW-Golf
fahren. In den fünf Minuten waren so viele Schnitte untergebracht,
daß ein durchschnittlich geschnittenes MTV-Video im direkten Vergleich
aussieht wie die Einkameraidylle des „Wort zum Sonntag“. Neben ca. 1568
bunt-grellen Bildern, Konfusion und dem krampfhaften Versuch, eine Botschaft
zu erkennen (die erst am Schluß kommt, wenn man sie wirklich schon
nicht mehr sehen will), wird hier nur eines wirklich vermittelt: Hektik.
Als Werbung für ein Herzinfarktverhütungsmittel (Indoormedicine)
wär’s wirklich dufte gewesen, als Werbung für eine Automarke
der wahrscheinlich längste und gleichzeitig teuerste Spot ohne auch
nur eine einzige positive Wirkung. Wer allerdings die Heinze aus der Chefetage
von VW mal erleben durfte, der wundert sich über gar nichts mehr.
Ich warte übrigens immer noch auf den Volkskäfer, den man meinem
Opa für die Nachkriegszeit versprochen hat. Die kürzeren Spots
für den Golf haben denselben Grundtenor, Frauen und Computer, Internet
und Global-Dorfgemeinschaft. Ein Grund mehr, sich keinen VW vor die Tür
zu stellen! Dabei versteh ich gar nicht, wieso die Wolfsburger überhaupt
dicke Backen machen dürfen. Ohne Ferdinand Porsche hätte es nie
einen VW gegeben und ohne den Führer kein Werk in Wolfsburg! |
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