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Bandagen? Knieschoner mit Polster, in allen Farben des Sommers, na
Danke! Leicht, wirklich nur leicht angestunken war da noch eine einzige
Hoffnung. Ich war ganz ruhig, ehrlich. Immerhin, da war doch ein Ständer
mit dem gewünschten Stoff, jedenfalls Material aus der Familie der
Sportsupportativen. Ellenbogenschützer (gepolstert), Knieschoner (gepolstert),
Knöchelbandagen (hautfarben), Knieschützer (noch dicker gepolstert),
Knöchelbandagen für Klumpfüßige und Stirnbänder
für Triathleten mit Wasserköpfen. Alles da, nur nicht das Gewünschte.
Da gab es zwar eindeutig Punkte für die Bemühungen ob der Rettung
der Mannschaftssportarten, aber dicke Abzüge für die Lagerhaltung.
Nun denn, könnte ja sein, daß im Lager noch etwas mehr Material
zu finden sein könnte, das – aus welchen Gründen auch immer –
den Weg bisher nicht an den Ausstellungsständer gefunden hat. Also
fragen und den erstbesten Verkäufer dazu ausquetschen, der sich nicht
schnell genug hinter einem
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Die Freude war groß, die Ekstase geradezu
frenetisch, Dolomiti, Brauner Bär und Kaumi kamen in Originalrezeptur
noch einmal auf den Markt.
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Wäscheständer verkriechen konnte. Falsche Antwort, mein Freund!
Da gibt es einen Satz, den ich ü-ber-haupt nicht akzeptieren kann,
und schon gar nicht wenn ich als König Kunde mit der Krone auf dem
Haupt einen Wunsch äußere! “Wenn’s nicht am Ständer hängt
...” ist nicht die Antwort, die ein Überleben in der rauhen Welt der
Dienstleistung garantiert. Wenigstens den Versuch einer Bemühung hätte
er unternehmen können (er hätte ja nur kurz ins Lager gehen müssen,
dort eine rauchen und dann völlig abgehetzt die vergebliche Suche
beklagen müssen, ich wäre sicher gnädiger gestimmt gewesen).
Nachdem ich ihn unbefugt zu erst von seinem Job gefeuert habe (unbefugt,
weil er der Sohn vom Ladenbesitzer war, was eindeutig aus seiner Todesanzeige
in der Zeitung herauszulesen war) warf ich den Kerl mit Schwung auf die
Straße, direkt hinter einen eben einparkenden Minivan, dessen Freude
über den freien Parkplatz mitten in der City damit auch nur von kurzer
Dauer war. Jetzt blieb nur noch dieses sündhaft teure Nobelgeschäft
in der Vorstadt, das ich gänzlich aus meiner Ablaufplanung gestrichen
hatte, weil die Preise dort ein “exorbitant” der Untertreibung bezichtigen.
Aber ich wollte am Wochenende laufen können, schmerzfrei einem Gegenspieler
auf die Fresse hauen und in der Sicherheit auflaufen, mir keine weiteren
Verletzungen zuzuziehen, da war mir inzwischen jeder Preis recht. Immerhin,
Sie verlangen sie bei dieser Sorte Laden nicht schon Eintritt, damit man
den Exklusivmarkentempel überhaupt betreten darf. Was für ein
Sortiment, ausschließlich Markenartikel von allen großen Sportherstellern
(die ihre Sachen alle in den gleichen drei Ländern von denselben geschickten
Kinderhänden fertigen lassen). Da mußte es etwas geben, denn
wenn die Reichen schon wenig trainieren (weil sie ja mit Geldverdienen
beschäftigt sind), um dann doch sportlich aktiv zu sein, dann verletzen
sie sich auch schneller als der Plebs. So dachte ich jedenfalls ... Nur
spielen reiche Leute offenbar eher Golf (ohnehin kein richtiger Sport,
mit so einer Rentnerkutsche über einen Rasen zu schlendern), Tennis,
sitzen in Sportbars oder sehen ihren Firmenerben bei den eher “weichen”
Ertüchtigungsarten (Dressurreiten) auf Video zu. Als die näselnde
Fummeltrine in ihrem sportiven 500 DM-Apres-Pullover etwas von “nicht im
Trend” als Grund für ihr lückenhaftes Sortiment angab, gab es
für mich kein Halten mehr. Auch wenn es in der Zeitung anders stand,
die Markenaerobichantel (links, 139,- DM) paßte tatsächlich
komplett in den Mund und ihre Schwester (rechts, 129,- DM – im Angebot!)
weiter unten (was ihm aber zuerst irgendwie Freude zu bereiten schien).
Nun denn, alles abgeklappert, ein wenig Luft abgelassen und immer noch
am Humpeln. Schöne Stadt, die alles hat was man so zum Leben braucht
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