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1. Die Knoblauchkröte (toad
du garlic)
Der Grund ihrer Bedrohung liegt in ihrer delikat-praktischen Beschaffenheit.
Die großen Warzen auf dem Rücken des Tieres scheiden ein zähflüssiges
Sekret aus, das dem Tier einen leicht-herben Knoblauchgeschmack
verleiht, wodurch ein Nachwürzen völlig überflüssig
wird. Diese Wiegengabe macht die Knoblauchkröte zu einer Delikatesse
in der Tierwelt, gleichermaßen geschätzt und delektiert von
Tier wie Mensch. In ihrer angestammten Heimat, die einst in der Normandie
lag, ist die Knoblauchkröte inzwischen nahezu ausgerottet. Bei unseren
westlichen Nachbarn ist die Kröte besonders beliebt und wird gerne
mit einem trockenen Weißwein, etwas Baguette und Salz gereicht. Vor
dem Backen wird sie mit etwas Butter bestrichen, die mit ein paar frisch
gehackten Kräutern veredelt wurde. Diese Knoblauchbutterkröte
wird in einem Bräter in einen auf 200 Grad vorgeheizten Ofen gegeben
und dort solang belassen, bis die Warzen eine knusprig-braune Farbe erhalten.
Bon appetit.
2. Die Stockente (anas-anananas
onastick)
Ähnlich der Knoblauchkröte fällt die Stockente ihrer
küchenpraktischen Anlage zum Opfer. Die verknorpelten Nackenwirbel,
die den Hals des Tieres ähnlich einem Stock versteifen, machte sie
bereits vor Urzeiten für die Väter der Lagerfeuerromantik (und
Kampfgriller) zum beliebten Jagdobjekt. Diese Laune der
Natur ist für diese Art auch noch noch lebensbedrohlich. Freizeitcamper,
üble Jagdgesellen und Wilddiebe jagen mit Vorliebe dieses zutrauliche
Tier, um es am abendlichen Lagerfeuer zu rösten und zu verspeisen.
Dabei wird das Tier am hitzebeständigen Schnabel einfach über
ein Holzkohlefeuer gehalten (nachdem es von den Federn entkleidet wurde),
um mit einem billigen Dosenbier bei Mondschein gereicht zu werden. Besonders
delikat wird das Vergnügen, wenn man die Innereien vorher gegen kleine
Kartöffelchen austauscht. Der potentielle Leidensgenosse, der ebenfalls
in Kürze auf der bedrohten Liste landen wird, ist das Spanferkel,
mit dem man ja nun gar nichts anderes machen kann, als es auf einen Stock
befestigt über einem lustigen Feuer zu drehen.
3. Die Keiljungfer (spinster-bee)
Bei dieser Art ist das Viech ganz alleine selber schuld am Rückgang
der Population. Gemäß ihrem Namen (sie
heißen ja nicht umsonst so) verhalten sich viele der weiblichen Tierchen
derart enthaltsam und migränenhaft, daß für weite Teile
der männlichen Population in der Paarungszeit nur eine homosexuelle
Bindung in Frage kommt, die allerdings nur äußerst selten mit
Nachkommen gesegnet wird. Die wenigen Scheinjungfern, die sich trotz Kopfschmerzen
dem Geschlechtsakt (sie schmeißt die Eier in ein Loch, ein männlicher
Artgenosse wixt kurz drüber und fertig) hingeben, sind allerdings
nicht ausreichend, um ein Fortbestehen der Art auf Dauer zu gewährleisten.
So wird über kurz oder lang diese Gattung aufgrund der weiblichen
Sexmuffel leider aussterben müssen.
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