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Ein echtes Hyperkultobjekt der besagten
Zeit war das grüne Apfelshampoo. Dieses Haarwaschmittel eroberte die
Nation im Blitzkrieg, es war überall. Man konnte selbst mit dem schlimmsten
Schnupfen erkennen, ob eines der 159 anderen Kinder im überfüllten
Schulbus eben dieses Mittel am Morgen benutzt hatte. Das Mittelchen roch
so sehr nach Apfel, daß selbst die grünsten Äpfel vor Neid
erblassten, so intensiv und ätzend war das Shampoo aber auch. Die
Flaschen wurden noch im Regal milchig und fragt mal Euren Vater woher er
seine Halbglatze hat. In meinem Privatsafe bewahre ich übrigens noch
einen klitzekleinen Rest dieser kostbaren Flüssigkeit auf, öffne
sie bisweilen und versinke in den kosmischen Geruchswelten, die sich
eröffnen (danach ist Obst 1 volle Woche lang kein Thema mehr). Nur
weil es ein wenig ätzend war, ein wenig krebserregend und wahrscheinlich
für die eine oder andere Glatze sorgte, mußte es vom Markt verschwinden.
Ungerecht, wie wir meinen.
Weitere grüngefärbte Produkte, die wir schmerzlich vermissen:
Giftgrüne Gummibärchen, die für echte Farbe im Beutel sorgten.
Ich kann mich mit diesen blassgefärbten Albinobärchen einfach
nicht anfreunden ... eliminiert, weil ein paar Vielfraße zufällig
Krebs von den Dingern bekommen haben.
Auch gut und ebenfalls giftig war der leckere Waldmeister, ob nun in
Form eines Wassereises, flüssig oder in Bonbons. Krebsgefahr und rausgezogen
aus dem zahnlosen Kindermund, der sich fortan mit weniger farbintensiven
Dingen begnügen mußte. Triste Farben, wie im alten Osten breiten
sich seither auf dem Lebensmittelmarkt wie eine schwachgrüne Algenkolonie
aus.
Verbotenes, verschollenes Kulteis: Zum Beispiel Dolomiti, das leckerste
Eis westlich des Äquators. Warum haben sie uns dieses Eis, diesen
ewigen Renner in den Eischarts wirklich geraubt? Warum soviel Haß,
warum??? Ok, bis Du ganz unten warst, waren Deine Finger verklebt. Nicht
ganz ausgereift, na und? Wenn's doch schmeckt! Irgendeiner Niete in der
Designabteilung der Eisfabriken fallen solche Renner immer zum Opfer (und
so fehlen uns auch der braune Bär - in der heutigen Zeit wirklich
kein PC-Eis, Berry, Plattfuß oder der Düsenjäger - letzterer
hatte diese tollen Stengel mit denen man irgendwelchen Mist bauen konnte,
der dann völlig verklebt von den Eisresten neben den Abfalleimern
landete). Dann das Bechereis mit der Kaugummikugel untendrin (der Name
ist mir im Moment nicht mehr geläufig, nach jahrelangem Überlegen
von einem Kollegen mit „Kaumi“ aber wieder eingegeben worden – ich konnte
5 Jahre lang deswegen nicht richtig schlafen!). Lecker, wenn man sich endlich
durchgeschaufelt hatte und dann eine völlig harte Kaugummikugel als
Belohnung für die Mühe bekam. Das wurde angeblich abgeschafft,
weil wiederholt Erwachsene beim Verzehr der Kaugummikugel Zähne
gelassen haben sollen. Wir als Kinder wußten natürlich, daß
man diesen Kaugummi niemals essen durfte, weil er eben steinhart war und
schlicht nach Scheiße geschmeckt hat.
Wo wir schon bei Kaugummi sind. Unauffindbar bleibt in diesem Zusammenhang
auch der berüchtigte Bazooka Joe. Ein Kaugummi, der einfach zum Kotzen
schmeckte und somit unmittelbar für das Kettenrauchen gesorgt hat.
Dieser Kaugummi hatte nur den Vorteil der Ablutschtattoos. Mit Spucke die
Hand oder den Arm befeuchtet, patsch das Einwickelpapier draufgehauen
und schon war das Kind tätowiert. Oder mit der Zunge über das
Papier geleckt und sich dann mit farbiger Zunge dem Spott der Anderen ausgesetzt.
Wenigstens liegt da auf der Hand, warum das Produkt vom Markt verschwand,
es schmeckte einfach zu scheußlich. Ein herber Verlust für die
Tätowierstudios, denn fast alle, die ich kenne, die früher mit
Bazooka Joe ihren Spaß hatten, sind heute schwer bis mächtig
tätowiert - Kindheit prägt zweifellos.
Dem Einsatz neurotischer Hippieeltern ist es zu verdanken, daß
Kindern heute wichtige Spielgüter unzugänglich gemacht wurden.
Die Kampagne gegen kriegsverherrlichendes Spielzeug brachte nicht
nur langweiliges und deprimierendes Holzsspielzeug in die Kinderstuben
(der Wald stirbt und die Kinder spielen mit Holz, da müssen die Kids
ja schizophren werden), es kostete auch erzieherisch wertvollem Gerät
das Leben. Keine Airfix Soldaten mehr in der gewohnten Auswahl - stattdessen
gibt es Playmobilmännchen, die zu "süß" für anständige
Schlachten sind - wo bleiben da die Flammenwerferschlachten mit Feuerzeug
und Haarspraydose (heute ohne das gute Treibgas schlicht unmöglich).
Ähm, Big Jim, die Puppe für den Buben (heititei), der Kämpfer,
der Krieger und Beschäler von Barbie, der ist wohl auch gefallen.
Erst dem tuntigen Ken eine auf's Maul, mit dem Jeep mitten in die Bude
und dann nach der Vergewaltigung die Schwester beruhigt. Wie im richtigen
Leben eben. Naja, vielleicht ist der bärtige Held ja an AIDS oder
so gestorben.
Massiver Abrüstung in den Kinderzimmern - satanischen Umtriebe
- fielen wichtige Ausrüstungsgegenstände wie die berühmte
Cobra , die man vorne aufbohren konnte, um als Resultat bei jedem Schuß
ein tolles Mündungsfeuer zu erhalten, ohne daß die Waffe nach
dem Bohrvorgang auseinanderfiel, zum Opfer. Die Übungswaffe der Kinderguerilla,
die Kartoffelpistole steht ebenfalls auf der Liste der ausgestorbenen "pädagogisch
wertvollen" Spielzeuge ganz oben. Die Kartoffelpistole (Einsatz herausnehmen,
in ein festes Gewächs stecken, Rückbau, Feuer) ermöglichte
ein Training für beste Schießergebnisse von frühester Kindheit
an und ersparte langweiligen Wehrdienst, bei dem man ja schon sehr
weit reisen muß, um auf Eindringlinge schießen zu dürfen.
Gotcha für Kids eben und das stehlen sie einem einfach so. Verheerend
in diesem Zusammenhang ist auch das Fehlen des guten alten Unkraut-Ex,
dem man nur ein wenig Puderzucker beimischen mußte, um feinsten Sprengstoff
zu erhalten. Der Ausweis war am Anfang der Schlüssel zum Bumms, später
entdeckte man nach diversen kleinen Anschlägen die "Umweltunverträglichkeit"
des weißen Glückspulvers und entschärfte selbiges. Schade
eigentlich.
Eliminierte Jugendkultursendungen: Infame Intrigen innerhalb der Fernsehanstalten
eliminierten eine gute Sendung nach der anderen. "Formel 1-kompetent" -
sprich mit Lück am Mikro, Musikladen, Bananas und der Rockpalast.
Wir trauern um diese Sendungen, die zwar zu 95% Scheißmusik brachten,
aber einfach spannender waren als 24 Stunden Emtevau. |
DAS Original! Beware vor Imitaten ohne die richtige Menge an
Chemie!
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| DIE ultimativen Fights der 80er |
Faller versus Carrera
Petting gegen. Fummeln
Märklin oder Fleischmann
Pelikan contra Kreuzer
Kojak - die Straßen von San Fanzisco
Mädchen statt Lego
Datasetten killen die Floppydisk
AC/DC härter als Saxon
Ali und Frazier
Kleine Farm oder Waltons |
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Dufte Quarzuhren und LED-Rechner, die so um die 150,- Lappen
lagen!
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