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Thema des Monats   (bisherige Themen)

                                                                        

                Wenn der Akku schlapp macht

Solange die tragbare Steckdose noch nicht erfunden ist, brauchen wir sie die Kraftspender für Discman, Handy, GPS,   Funkgerät und und ... und solange nicht jeder die Geräte an die Lichtmaschine seines Rotax-Motors anschließen kann.


In älteren Geräten finden wir Nickel-Cadmium-Akkus, kurz NC-Akkus. Durch chemische Reationen von Cadmium und Nickeloxid zu Cadmiumoxid und Nickelmonoxid wird Energie in Form von elektrischem Strom frei. Da diese chemische Reaktion in dem festen, basischen Elektrolyt umkehrbar ist, können solche Systeme bei Energiezufuhr (Gleichstrom) wieder aufgeladen werden. Wie oft dieses Wechselspiel funktioniert, hängt stark von der Qualität des Akkus und seiner Behandlung ab. Tiefentladungen, z. B. das Funkgerät wird vergessen auszuschalten,  verkürzen die Lebensdauer erheblich. Das Wiederaufladen bei nicht vollständig entladenen Akku führt zu Kapazitätsverlust, besser bekannt unter dem Begriff Memory Effekt.


Doch trotz sorgfältigster Behandlung, irgendwann nach einigen hundert (eher die Ausnahme sind tausend) Ladezyklen
ist der Akku am Ende. Handelt es sich um standardmäßige Zellen (z. B. Mono, Baby Mignon, Micro, nach neuester Definition P20; P14; P6 und P3) so ist ein Austausch problemlos, Beispiel GPS. Viele Geräte, wie Bohrmaschinen, Handys und auch unsere Funkgeräte haben Spezialausmaße und damit auch Zellen mit Sondergrößen. Hier erfolgt der Austausch des ganzen Akkus (Akkupack), d. h. aller Zellen und nicht einzelner defekter, da der Akku meist in einem verschweißten Kunstatoffgehäuse steckt. Ohne Zerstörung kommt man da nicht ran.  Beim Funkgerät ICOM A 20, dem wohl häufigst verwendeten Modell älteren Baujahrs ist das Gehäuse verschraubt. Man kann es problemlos öffnen und die Zellen austauschen. Ein kompletter Ersatzakku kostet um  die 100 bis 120 Euro, je nach Kapazität.

Orginalakkus des ICOM A 20

Das sind die 11 orginal NC-Zellen des ICOM A 20. Sie hielten 16 Jahre und sind auch jetzt noch nicht defekt. Nur ihre Selbstentladung ist so stark gestiegen, dass bereits nach einer Woche 40 % der Kapazität von selbst verloren geht. Ein Austausch einzelner Zellen ist wenig sinnvoll, denn nach kurzer Zeit sind wieder einzelne Zellen defekt und die Löterei beginnt von neuen. Wenn Ersatz, dann vollständig.


Wer mit einem feinen Lötkolben etwas umzugehen vermag, kann sich eine Menge Geld sparen und selbst neue Zellen in das Orginalgehäuse einbauen.

Bei Conrad (www.conrad.de) gibt es die Zellen für das ICOM-Funkgerät in Orginalgröße, das Stück zu gut 5 Euro. Man braucht 11 Stück und kommt damit auf die Hälfte des Preises, den ein entsprechender Ersatzakku bei Friebe (www.friebe-luftfahrtbedarf.de) kostet. Vorteil der neuen Akkus ist ihre mehr als doppelt so hohe Kapazität und damit viel längere Betriebszeit.

akku2.jpg (22270 Byte)

Es geht sogar nochmals um die Hälfte billiger. Ich habe in mein ICOM 10 Microakkus (P 3, ohne Lötfahnen) in Batterie- halterungen ( für 2 mal 4 und einmal 2 Zellen) fixiert, in die Akkuschale gelegt und mit Draht mit der Elektronik verbunden (gelötet).
Das ergibt zwar nicht die Orginal 13,2 Volt der 11 Zellen, da aber die NiMH-Zelle ohnehin knapp 1.3 Volt hat, kommt man nahe an die Spannung hin. Außerdem reichen 12 Volt für den einwandfreien Betrieb aus. 11 Zellen P 3 haben leider im Gehäuse nicht Platz.

Achtung: Das orginal Ladegerät kann jetzt nicht mehr verwendet werden. Aber wer seine Akkus sorgfältig behandelt, braucht ohnehin ein besseres.


Die Kapazität der NiMH (Nickel-Metall-Hydrid) Zelle beträgt 800 mAh und damit fast doppelt soviel wie das Orginal.
Das reicht für über 10 Stunden Betrieb.


Sollte mal eine Zelle vorzeitig schlapp machen, ist ein Austausch ohne Löten schnell, einfach und billig möglich.

Richtiges Laden mit dem richtigen Ladegerät erhöht die Lebensdauer des Akkus. Was dabei zu beachten ist, wird Thema des nächsten Monats sein.