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Segelflugplatz Tirschenreuth  im Unteren Stadtteich 

Lage: am westlichen Rande der Stadt Tirschenreuth - Koordinaten 49 52 22,7 N    12 19 13,1 E    Bahn:  Gras 400 m bzw. 800 m - 33 / 15 und  27 / 09   - Achtung Stromleitungen - An- und Abflug erfordert offiziell eine Einweisung  - Funk   123.500 - Telefon  09631 - 24 55   für PPR 09631 - 54 32 oder  09631 - 54 32  keine Landegebühr -  am Wochenende offen, im Sommer auch  wochentags -  Getränke - keine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel - Verein: SFC Stiftland

Flugplatz Tirschenreuth 09

Das hat selbst Munic Airport "Franz Josef Strauß" noch! nicht zu bieten: drei Landebahnen. Die orange eingezeichnete Bahn dürfen allerdings nur Segelflugzeuge benutzen, wenn sie an Flugtagen landen, um anschließend mit der Winde wieder in Richtung Osten (09) hochgezogen zu  werden.

Die Bahn 09 / 27 ist über 1 km lang. Aufgesetzt darf erst hinter dem kleinen Feuchtgebiet werden. Es können der staubige Feldweg oder die neu angelegten Grasstreifen zu beiden Seiten benutzt werden.

Die zweite Bahn ist für Landungen in 33 und Starts in Richtung 15 freigegeben. 

Landungen in Richtung 15 sind verboten - eine Hochspannungsleitung liegt (nach Ermessen des Luftamtes) zu nahe der Schwelle; Starts sind möglich.  
Landungen nur in Richtung 33: Man macht einen langen Queranflug (entspricht dem Gegenanflug auf die 27) und setzt vor dem Querweg auf, über den man hinwegholpert. 

Die Platzrunde (Gegenanflug) liegt südlich über dem Waldgebiet bzw. der Hochspannungsleitung, der Queranflug liegt zwischen der Umgehungsstraße (vor der Stadt Tirschenreuth (im Hintergrund) und einer Hochspannungsleitung. Achtung deshalb nicht zu tief in den Endanflug.

Die neue Halle steht und endlich ist genügend Platz um die Flieger, in der Hauptsache Segelflugzeuge unterzubringen. Doch inzwischen ist sie längst voll belegt.

Die feierliche Einweihung erfolgte im Juli 2007, bei Regenwetter! 

 

Motorisiert startet man mit Motorseglern, doch inzwischen sind auch ULs stationiert.

Segelflugzeuge müssen modernen UL-Dreiachsern weichen. In Tirschenreuth hat man den Trend längst erkannt.

Clubhaus mit Tower
Winde Tirschenreuth 2011 Die Bahn 27 beginnt erst am Querweg und steigt leicht an - 1000 m für den Schleppbetrieb mit der Schleppwinde.

In Tirschenreuth herrscht eine familiäre Atmosphäre. Fremdpiloten sind herzlich willkommen. Ein Fußmarsch in die Stadt ist zumutbar.

Eine Startbahn bis zum Horizont.

nächste Plätze:   Erbendorf - Rosenthal Airfield - Tröstau - Weiden - - Marienbad (CZ) - Tachau (CZ)

Tirschenreuther Teichpfanne 2011

Fliegen im Land der tausend Teiche 

Die Gegend um Tirschenreuth bietet aus der Vogelperspektive faszinierende Ausblicke.

Die Landschaft um Tirschenreuth zählt sicher zu den schönsten und auch ökologisch bedeutendsten Teichlandschaften Europas.


Seit nahezu 1000 Jahren wird in diesem Gebiet Teichwirtschaft betrieben. 

Heute werden in den Gewässern hochwertige Speise- und Besatzfische gezüchtet.

letzte Aktualisierung August 2011

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Die Bezeichnung am unteren Stadtteich hat nichts mit einem Feuerlösch- oder Badeweiher zu tun. Im späten Mittelalter wurde diese Gegend geflutet um der Stadt Schutz vor heranrückenden Feinden zu gewähren, wie der marodierenden Soldateska der Schweden im Dreißigjährigen Krieg. Geholfen hat es nicht immer - und die Dämme wurden um 1820  aufgelassen.

Segelflug in Tirschenreuth gibt es schon einige Jahre länger als den Platz. 1951 wurde der Segelfliegerclub Stiftland gegründet. Geflogen wurde deswegen noch lange nicht. Man hatte ja kein Gerät. Man versuchte in Eigenbau einen Segler zu erstellen, wenig erfolgreich. 1954 entschloss man sich unter enormen finanziellen Anstrengungen die Firma Flugzeugbau in Burglengenfeld die Mü13 E fertig bauen zu lassen. 1955 war es dann so weit. Der Verein hatte aber noch keinen Platz, keine Winde. Eine Fluggemeinschaft mit dem Aero Club Weiden brachte die Lösung. Doch schon im nächsten Jahr wurde der Platz dort geschlossen - die Amerikaner gaben das Grundstück an den ehemaligen Besitzer zurück.

Nach zähen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern war eine Durchfahrtgenehmigung durch die Grundstücke  des heutigen Segelflugplatzes erreicht. Eine eigene Winde wurde gebaut. Im Juni 1957 erfolgten die ersten Starts. Barfuß oder in Gummistiefeln wurde das Seil durch den Sumpf gezogen. Der Platz war nämlich noch in einem erbärmlichen Zustand; nur etwa zwei Drittel der Strecke konnte mit dem Rückholfahrzeug, einem Zündappmotorrad KS 600 mit Beiwagen, befahren werden. Mit Kind und Kegel war man damals Wochenende für Wochenende auf dem Flugplatz. Es gab keine Sitzmöglichkeit, keinen Ort zum Unterstellen.

1958 leistete man sich einen neuen Segler, den Spatz L. Das ständigen Auf- und Abrüsten , der Transport der Gerätschaften ließen den Bau einer Halle immer dringender werden. Dank Zuschüssen, der Holzspende der Stadt und viel, viel Eigenarbeit wurde die erste Flugzeughalle im selben Jahr fertig. 1961 standen bereits drei Segler unter Dach: Mü 13, Spatz und eine Ka 8.

1962 zogen dunkle Wolken über den Platz. Die Umgehungsstraße der B 15 sollte mitten durch den Platz führen. Eine geplante Stromleitung der OBAG konnte nach erfolgreichen Interventionen doch noch hinter der Flughalle vorbeigeführt werden.

Der Bau der Umgehungsstraße verzögerte sich immer weiter im Bürokratendschungel - heute führt sie in ausreichendem Abstand vorbei.

1972 begann die motorisierte Fliegerei am Platz durch Anschaffung eines Motorseglers SF-25 C.

Im Juli 1973 konnte das vollkommen in Eigenarbeit errichtete Clubhaus feierlich eingeweiht werden.

Durch besondere Unterstützung des Luftamtes Nordbayern, der Stadt und der OBAG wurde das Problem der Starkstromleitung 1980 endgültig gelöst. 1986 war der Hallenan- bau die größte Maßnahme.

2001 beging der SFC Stiftland eindrucksvoll sein 50jähriges Vereinsjubiläum mit einem Flugfest. Erstmals durften auch UL offiziell dort landen. Seit 1.8.2002 ist der Platz allg. für die Ultraleichtflieger zugelassen.

Heute sind am Platz 7 Segler und ein Motorsegler stationiert. 2006 wurde mit dem Bau einer neuen großen Halle begonnen. Im Juni 2007 konnte sie feierlich in Betrieb genommen werden.