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Flugplatz Rosenthal-Airfield  EDQP

landläufig Speichersdorf genannt - Lage: 1 km südl. von Speichersdorf - 17 km südöstlich von Bayreuth -  49 51 54 N   11 47 24 E -  Bahn: Asphalt -  09 / 27 -  750 x 20 m - Höhe 456 m - Platzrunde im Süden - Funk     127.450 - Telefon  0 92 75 - 428 oder 429 -  offen: täglich von 9.00 bis SS - Mogas - UL-Landegebühr 3 € - Gaststätte, Zimmer am Platz -  Flugschule Strössenreuter für PPL

Rosenthal Airfield

im Mai Blick von Nordwest auf Speichersdorf. 

Der Platz liegt verwirbelungsfrei südlich der Ortschaft. 

Ein schöner Orientierungspunkt ist der Rauher Kulm im Süden. An klaren Tagen ist er schon von weitem zu sehen. 

In Speichersdorf ist ein Fallschirmspringer-Club beheimatet. Tandemsprünge sind nach Voranmeldung möglich. 

Hauptsächlich starten hier E-Maschinen. Es sind auch UL-Dreiachser und ein Trike am Platz stationiert.

Vorfeld

Genügend Platz für das Abstellen der Maschinen.

Auch Motorschirme können von Rosenthal sicher starten. Sie sind hier allerdings die absolute Ausnahme.

Startbahn 27

Der Rollweg zum Startpunkt 27 verläuft auf Gras südlich der Bahn.

Bei wenig Verkehr wird meist der Rollweg Nord bis Mitte der Start- bahn angewiesen. Den Rest rollt man dann auf der Bahn.

Tower

Ein Flair von Internationalität: die Beflaggung von Rosenthal Airfield - und natürlich der offizielle Name des Flugplatzes.

Genügend Platz zum Abstellen der Flieger. In den Hangars sind Stellplätze frei!
Bei Sonnenschein lädt die Terrasse der Gaststätte zum Verweilen ein und man kann sich gemütlich auf den Weiterflug vorbereiten. Die Gaststätte bietet Übernachtungen an.

Zur Luftaufsicht kommt man (auch) durch die Gaststätte. 

Der allgemeine Flugbetrieb ist in Speichersdorf, wie wohl auf den meisten Plätzen, in den letzten Jahren stark zurückgegangen.

Mogas

Die Menge dürfte wohl für jede Tankfüllung reichen.

Tankstelle

Erfreulich für die Ultraleichten: Speichersdorf hat um eine Tankstelle für Mogas erweitert.

Gaststätte

Für die Einkehr kann man sich ruhig Zeit nehmen. Die Öffnungszeiten von "Speichersdorf" sind wirklich großzügig. Fliegen kann man dort täglich von Früh (09.00) bis zum Sonnenuntergang.

Besonders im Frühsommer (Mai) sind Flüge über die Hügellandschaft des Oberpfälzer Waldes ein Genuss für die Sinne. 

Die gelben Farbtupfer vom Löwenzahn übersäter Wiesen oder später die blühenden Rapsfelder sind aus der Vogelperspektive einfach wunderschön.

Sehenswertes: Der von weit her sichtbare Basaltkegel des Rauhen Kulm, ihm zu Füßen die Kleinstadt Neustadt am Kulm,  im Norden die Wagnerstadt Bayreuth  -  im Osten der Steinwald, im NO das Fichtelgebirge.     

letzte Aktualisierung  Juli 2011  

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Der Flugplatz von Speichersdorf war in der Zeit des Dritten Reiches für die Militärausbildung konzipiert worden. Die hindernisfreie Lage und die dünne Besiedelung waren ideal um Piloten auszubilden. Geschult wurden hauptsächlich Bomberpiloten.

Die zivile Nutzung nach dem 2. Weltkrieg begann so richtig als Richard Strößenreuther 1960 zum Flugplatz kam. 1964 erhielt er die Lizenz für seine Flugschule und hält sie über 40 Jahre später heute immer noch.

Der Anfang war bescheiden. Der Unterricht erfolgte in einem ausrangierten Bus.

Ab 1970 entstand das heutige Flugplatzgelände mit Tower, Landebahn und Gaststätte und natürlich Flugzeughallen.

Überregional bekannt wurde Rosenthal Airfield  durch die akrobatischen Flugkünste von Manfred Strößenreuther, dem Sohn. Seine unvergesslichen Flugkünste krönte er mit Europa- und Weltmeistertiteln. Leider verunglückte er am 27. März 1986 tödlich, als beim Landeanflug ein anderes Kleinflugzeug in Speichersdorf im Sinkflug auf seinen Flieger krachte.

Der Name Rosenthal-Airfield kommt vom Namen des Fabrikanten Rosenthal, der bald nach dem Krieg in Speichersdorf eine Porzellanfabrik eröffnete, u. a. auch deshalb, weil hier schon ein Flugplatz existierte. Und als Strößenreuther den Platz übernahm war eine Auflage, den Namen zu übernehmen.

Rosentahl Airfield war bereits 1985 für die Ultraleichten offen. Allerdings zog man nach dem Unglück die Zulassung wieder zurück. Zu unsicher und nicht generell mit Funk ausgestattet erschienen diese Ultraleichten der Fliegerschule. Aber nur für kurze Zeit. Speichersdorf ist auf der UL-Karte eigentlich immer ein grüner Punkt geblieben.