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UL - Platz Erpetshof 

Lage: 5 km nordwestlich von Vohenstrauß, 10 km südöstlich von Weiden -  Koordinaten 49 39 26,7 N    12 17 37,2 E - Bahn: Gras - 300 m; -  10 / 28 -  Höhe 503 m -  PLR im Norden -  keine Infrastruktur -  Funk   123.425  Telefon (Info)  09 61 - 3 66 59  - offen PPR - Jährliche Platzsperre vom 16. März bis 15. Juli aus Naturschutzgründen.  - nördlich: Schleppstrecke für Windenstart - HP: flysports


ZErpetshof

Blick von Südwesten auf das UL-Gelände Erpetshof.  Das Gebiet um den Teich im Süden des Platzes darf nicht überflogen werden. Die Ortschaften sind links Albersrieth, im Hintergrund Waldthurn und vor der Kreisstraße Erpetshof.

Der Platz ist nach § 25 auf den Verein flysports Weiden zugelassen. Es dürfen ihn  nur Vereinsmitglieder benutzen, deren LFZ mit Kennzeichen dem Luftamt gemeldet sind.. 

Die Landebahn ist ca. 300 m lang. Es ist eine landwirtschaftlich genutzte Wiese und daher nicht bretteben. Wühlmäuse und Maulwürfe haben zusätzlich für nicht unerhebliche Unebenheiten (Löcher) gesorgt. Für Dreiachser ist eine Landung nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Platzrunde ist im Norden. Im Süden und Westen, jenseits der Staatsstraße bei den Weihern ist "Sperrgebiet". Es darf zum Schutz der Vogelwelt (Es gibt dort tatsächlich seltene Vogelarten!) nicht unter 150 m überflogen werden.

Erpetshof 08

Anflug auf die 10

einsamer Anflug auf die 28

Windsack, Pylone etc. werden erst bei Flugbetrieb aufgestellt. Das Zeug bekommt nämlich an flugfreien Tagen Füße!

Für eine Sightseeing-Tour bietet das Grenzland einige Highlights: Fünf Kilometer ostwärts erhebt sich der heilige Berg der Oberpfalz, der Fahrenberg, Nordöstlich grüßen die Reste der Hohenstaufer Feste von Flossenbürg und von Südewesten die Reste der einst größten und bedeutendsten Burg der Oberpfalz, die Burgruine von Leuchtenberg.

Schleppgelände Erpetshof

Von der Platzsperre nicht betroffen ist die Windenschleppstrecke des Vereins flysports. Die Schleppstrecke kreuzt die Platzrunde der UL-Flieger. Im ersten Luftbild ist sie gelb markiert. Mischbetrieb ist nicht erlaubt.

Das Gelände wird nur mehr sporadisch genutzt. Der Verein hat ein besseres Schleppgelände gefunden: Dietersdorf. Näheres über Windenstart erfahren Sie hier.

letzte Aktualisierung August 2011

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

 

Kleine Chronik des Platzes

Maximal 180 Meter Höhendifferenz bei schwierigen Startverhältnissen ließen die Drachenflieger im Raum Weiden schon von Beginn an nach Alternativen Ausschau halten. Was bot sich besser an  als eine Motorisierung? Schon bevor 1984 die UL- Fliegerei legalisiert wurde, machten sich einige Unerschrockene daran sich solche Geräte zu organisieren und von irgendwelchen Wiesen zu starten. Ganz geheuer war ihnen natürlich nicht dabei. Was wenn einem doch die Polizei erwischte? Hinzu kam damals noch die Flugverbotszone (ADIZ) von 30 km Breite entlang des Eisernen Vorhangs zum Ostblock. Was, wenn einem die Kontrollhubschrauber der US-Armee da bei Fliegen ertappten?

1984 konnte man ganz legal mit einem Trike fliegen, vorausgesetzt man startete und landete auf zugelassenen Plätzen. Der Luftlandeplatz Weiden gehörte 1985 zu den ersten, aber es war eben ein richtiger Flugplatz mit Platzrunde, Funk und weiteren Merkwürdigkeiten zumindest für einen Drachenflieger damals. Man wollte unter sich sein. Bei Schnaittenbach, genauer am Ortsrand von Sitzambuch bot sich die Landewiese des Hängegleitergeländes Buchberg als UL-Platz an. Nach vielem guten Zureden erlangte man die Zusicherung eines Probebetriebes - doch als es dann schließlich durch das Luftamt Nürnberg amtlich gemacht werden sollte, zogen die Grundstückbesitzer zurück. Aber schon 1985 hatte man ein weiteres Gelände in Aussicht - leider lag es mitten in der ADIZ. Und da hatten die Alliierten auch noch was mitzureden.

Positiv: der Grundstücksbesitzer war der Schwager eines UL-Piloten (Rigobert Hösl, leider 2001 mit seinem Trike tödlich verunglückt). Von dieser Seite kam grünes Licht. Und 1985 erlaubte das Luftamt, nach viel Einsatz seitens des damaligen Vorstandes Ulf Neumann,  einen Probebetrieb. Im Sommer 1986 erfolgte die Zulassung nach § 25, mit einigen Seiten Auflagen natürlich, z. B. keine Starts, wenn ein Zug auf der  Strecke Vohenstrauß - Albersrieth war. Damit konnte die schnell anwachsende Zahl der UL-Begeisterten leben. Die Bahnstrecke war für den Personenverkehr schon damals stillgelegt. Heute sind die Geleise entfernt. Es besteht auf dem Bahndamm der Bockradweg. Seit 2005 ist er von Neustadt bis Eslarn (50 km) ausgebaut und eignet sich hervorragend für Radtouren und Rollerskate.

Heute ist es um Erpetshof  ruhig geworden. Die Geräte werden nicht mehr vor jedem Flugtag aufgebaut, sondern stehen im Hangar auf dem Luftlandeplatz Weiden. Gerne wird Erpetshof für Ziellandeübungen angeflogen;  Vereinsmeisterschaften und Geselligkeitsfliegen findet natürlich hier statt.

Nachdem die Vorstandschaft einmal die Verlängerung beim Luftamt vergessen hat zu beantragen, wurde der Platz für ein Jahr gesperrt. Seit 2005 ist er mit neuen Auflagen wieder nutzbar.

Die Möglichkeit des Ausbaus (ständige Infrastruktur zum Fliegen, Halle) ist gar nicht erst ins Auge gefasst worden. Der Widerstand der Naturschützer und auch einzelner Anwohner dürfte unüberwindbar sein. Der jetzige Zustand ist für den Verein Flysports ausreichend.